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Allgemein

von Stefan Alexander Marx Der moralische Wert der eigenen Meinung lässt sich durch die Denunziation einer anderen unter bestimmten Umständen wirksam aufwerten. Aber Denunziation ist nicht Kritik, sondern oft genug dient das Anprangern der Verfehlungen des Anderen nur der Verhinderung einer kritischen Prüfung der eigenen Position. An der Kritik wäre es, eine solche Positionsbestimmung immer … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Artikel

Television Expanded und die Popularisierung politischer Narrative

von Stefan Schweigler und Stefan Sulzenbacher Interdependenzen von mobiler Medialität und aktuellen Präferenzen im Unterhaltungsfernsehen Gesellschaftliche Vorlieben für Genres, Stile und Themen in kulturellen Praxen wie Literatur, Film und Fernsehen fluktuieren. Eine Dekade relativer Popularität des Melodramas kann von einer Dekade relativer Popularität der Sitcom abgelöst werden – daneben gibt es freilich marginale Genres, die … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Artikel

Unlocked Potential. Why a strong European common foreign and security policy matters and what it could mean for the European Union as a global actor

by James Hollis Advocating in favour of a common foreign and security policy (CFSP) for Europe is far from a simple task. Even if one were to put aside the European Union’s (EU) current dilemmas with respect to mass migration and macroeconomics, the very notion of EU foreign policy would most likely evoke images of … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Artikel

Der Nomade als Theoriefigur, empirische Anrufung & Lifestyle-Emblem. Auf Spurensuche im Globalen Norden.

von Anna Lipphardt Während sich in den vergangenen Jahrzehnten die Lebensbedingungen für Hirtennomaden infolge offener politischer Diskriminierung und struktureller Benachteiligung, von Landkonflikten, sich wandelnden ökonomischen Rahmenbedingungen und des Klimawandels weltweit verschlechtert haben, entwickelte sich der Nomadismus im Globalen Norden – und insbesondere in (West-)Europa – im selben Zeitraum zu einem wichtigen Referenzpunkt. In zahlreichen Diskurs- … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Artikel

A Hostile and Inefficient Meritocracy. The negative consequences of today’s Gesellschaft and how we avoid them.

by James Hollis Contemporary debates on social mobility largely focus on how to ensure that dispossessed social groups penetrate upper income strata. Such debates seek to develop strategies, which can then be used to provide opportunity and subsequent upward mobility for a range of deprived social groups. It is hoped that such strategies can in … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Unipolitik

Nein, danke! Was die Studienrechtsverschärfung für Studierende bedeutet – und warum wir sie scheiße finden.

StV PoWi Vergangenes Semester ist es wieder passiert: Das Unileben wurde uns Studierenden erneut erschwert – durch Studienrechtsverschärfungen, Fristen, Kürzungen. Maßnahmen, die zu einer fortschreitenden Disziplinierung der Studierenden führen sollen, zu einer stärkeren Anpassung an gekürzte Lehrpläne, zu einer Entscheidungskonzentration in den Händen einiger weniger zentraler Instanzen. Und irgendwie scheint sich niemand dagegen zu wehren. … Weiterlesen

# 38|2015: Flucht/Artikel/Populismus/Rechtsextremismus

Zu den subjektiven Funktionen rassistischer Diskurse

von Andreas Peham Unter dem Titel „TBC, Lepra, Ruhr – was kommt noch?“ wusste die FPÖ unlängst von „ansteckende[n] Krankheiten, die mit der Flut an Migranten nach Österreich kommen“ (Neue Freie Zeitung, 08.10.2015: 6) zu berichten. An Behauptungen wie diesen interessiert weniger ihr fehlender Wahrheitsgehalt: Sie gehören zu jenen zahllosen feindseligen Gerüchten über die fremd … Weiterlesen

Prekäres Gedenken. Anmerkungen zur lesbisch-schwulen Gedächtnispolitik in Bezug auf den Nationalsozialismus
# 36|2014: Sexualität & Geschlecht/Artikel

Prekäres Gedenken. Anmerkungen zur lesbisch-schwulen Gedächtnispolitik in Bezug auf den Nationalsozialismus

von Gudrun Hauer   Erinnerungs-, Gedächtnis- und Trauerarbeit bezogen auf die Jahre der NS-Herrschaft bedeuten heute in einem starken Ausmaß öffentliche Erinnerungs- und Trauerarbeit – und implizieren zwangsläufig und sehr gewollt die Besetzung öffentlicher Räume. Gedenktage, Feiern als Ereignisse, Gedenksteine, Mahnmäler etc. sind in diesem Zusammenhang auch als symbolische Zeichen zu sehen: Sie visualisieren und … Weiterlesen

María do Mar Castro Varela/Paul Mecheril (Hg.) (2016): Die Dämonisierung der Anderen. Ras-sismuskritik der Gegenwart, Bielefeld: transcript
# 41|2017: Kritische Europaforschung/Rezensionen

María do Mar Castro Varela/Paul Mecheril (Hg.) (2016): Die Dämonisierung der Anderen. Ras-sismuskritik der Gegenwart, Bielefeld: transcript

Die Dämonisierung der Anderen handelt laut seinen Autor_innen von den Möglichkeiten unserer Zeit, eine bestimmte soziale Ordnung mittels Strukturkategorien, durch Inklusions- und Exklusionsmechanismen, aufrechtzuerhalten. Die dazu notwendigen Mittel sind gewaltvoll sowie macht- und herrschaftsförmig. Im Sammelband werden aktuelle politische Debatten um Flucht und Migration, die Werte Europas und das Verhältnis zwischen Sicherheit und Terrorismus in … Weiterlesen

Achille Mbembe (2014): Kritik der schwarzen Vernunft, Berlin: Suhrkamp
# 41|2017: Kritische Europaforschung/Allgemein/Rezensionen

Achille Mbembe (2014): Kritik der schwarzen Vernunft, Berlin: Suhrkamp

Die Begriffe „Neger“ (1) und „Rasse“ sind Zwillingsgestalten ein und desselben Wahns – der schwarzen Vernunft – welche historisch den Grund und Boden für das ,westliche‘ Projekt der Moderne bildete (vgl. 12). Der postkoloniale Philosoph, Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe beginnt sein Buch, welches den selbstbewussten Titel Kritik der schwarzen Vernunft trägt, mit folgenden radikalen … Weiterlesen

Birgit Peter/Gabriele C. Pfeiffer (Hg.) (2017): Flucht – Migration – Theater. Dokumente und Positionen, Wien/Mainz: Vienna University Press bei V&R unipress
# 41|2017: Kritische Europaforschung/Allgemein/Rezensionen

Birgit Peter/Gabriele C. Pfeiffer (Hg.) (2017): Flucht – Migration – Theater. Dokumente und Positionen, Wien/Mainz: Vienna University Press bei V&R unipress

„Damit der Pass nicht mehr der edelste Teil des Menschen ist.“ (43) Was ist eine Fluchtroute und wie verändert sie sich durch Politik, durch Zivilgesellschaft, durch Überschreiten von Grenzen? Wie können Theaterproduktionen diese gesellschaftspolitischen Fragestellungen verarbeiten? Und wie verdammt cool sind die performativen Arbeiten der Theatergruppe God‘s Entertainment? Integrierendes Potential von Theater und seine Transkulturalität, … Weiterlesen

Club of Vienna (Hg.) (2016): Wie viel Geld verträgt die Welt?  Analysen und Alternativen, Wien: Mandelbaum
# 41|2017: Kritische Europaforschung/Allgemein/Rezensionen

Club of Vienna (Hg.) (2016): Wie viel Geld verträgt die Welt? Analysen und Alternativen, Wien: Mandelbaum

Mit Wieviel Geld verträgt die Welt hat der Club of Vienna, eine international tätige Denkfabrik, ein aktuelles Werk der kritischen Betrachtung geltender Finanz- und Währungspolitik für die Edition „kritik & utopie“ des Mandelbaum Verlages verfasst. Anlässlich der Folgen der Finanzkrise von 2008 sowie im Anschluss an eine 2015 stattgefundene Tagung des Clubs, welche die Priorität … Weiterlesen

Gerhard Unterthurner/Andreas Hetzel (2016): Postdemokratie und die Verleugnung des Politischen, Baden-Baden: Nomos
# 41|2017: Kritische Europaforschung/Allgemein/Rezensionen

Gerhard Unterthurner/Andreas Hetzel (2016): Postdemokratie und die Verleugnung des Politischen, Baden-Baden: Nomos

Wir leben in einer Zeit der Degenerierung westlicher Demokratien. Gesellschaftliche Veränderungen bedingen, dass Demokratien immer mehr zu formalen Organisationsformen von Regierung werden, während sie im Kern in ein oligarchisches System abgleiten, das von Wirtschaftseliten dominiert wird. Teil dieser Entwicklungen ist die Rückentwicklung des Sozialstaates und politischer Debatten, wodurch Demokratie zu einem Marketing-Gag wird. Während Gewerkschaften … Weiterlesen

# 39|2016: Mobilität/Artikel

Mobilität und Vorurteil. Das Stigma des ,Umherziehens‘

 von Birgit Peter Die verborgene Seite des so euphorisch verwendeten Mobilitätsbegriffs zeigt sich im historisch tradierten, sich je nach gesellschaftlichen Verhältnissen anpassende Vorurteil gegen Nicht-Sesshaftigkeit, das im Antiziganismus oder Antiromaismus seinen rassistisch motivierten Gipfelpunkt findet (vgl. End 2013: 4). Der Politologe Markus End arbeitet drei zentrale Kategorien antiziganistischer Vorurteile heraus: Weiterlesen