# 35|2014: Religion & Staat/Interviews

Thomas Schmidinger im Interview

Schmidinger_FotoThomas Schmidinger im Gespräch mit politix über das Studium der Politikwissenschaft auf der Uni Wien im internationalen Vergleich, über die Jobaussichten für Politikwissenschafter, über Politikberatung vs. Politikwissenschaft und über die gegenwärtige politische Situation in der Türkei.

* Interview geführt von Dominik Hultsch und Richard Sattler.

Stell dir vor, du bist noch einmal jung, kommst wieder nach Wien. Würdest du wieder Politikwissenschaften studieren?
Mit meinem heutigen Wissen würde ich nur den Bachelor hier machen. Ich habe mit dieser starken Verschulung Probleme und blöderweise kenne ich amerikanische Unis und weiß wie Betreuungsverhältnisse aussehen können. Ich glaube, wir stehen an der Uni Wien vor allem in den größeren Fächern leider nicht sehr gut da. Außerdem sehe ich mit der Umstellung auf die dreigliedrige Bologna-Architektur nicht mehr ganz den Sinn des Masters auf den Bachelor, weil der Master keine wirkliche Spezialisierung mehr bietet, sondern eine Teilwiederholung des Bachelors. Mein ehemaliges Studium war für Leute, die sich selbst organisieren und ihre Interessen auch weiterverfolgen besser, als das, was wir jetzt haben.

Gibt es Verbesserungsvorschläge für den Master und wie sieht das in den USA aus?
Es stellt sich die Frage, wie systemsprengend sie sein sollen. Wenn wir die dreigliedrige Bologna-Architektur beibehalten, dann müssen wir uns überlegen, wie wir aufbauend auf den Bachelor Spezialisierungen anbieten und nicht nur das Gelernte wiederholen. Aber da bin ich mir nicht sicher. In den USA ist der Master im Wesentlichen eine Spezialisierung hin zu einem Berufsfeld, sehr praktisch. Die Studierenden gehen direkt nach dem Bachelor in den Master oder in den PhD. So wie wir das haben, ist der PhD noch immer drauf gesetzt auf den Master, der nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Auf der Politikwissenschaft ist es so, dass der Master mit irgendeinem anderen Bachelor möglich ist und daher sehr viel nachgeholt werden muss und man nicht wirklich aufbauen kann. Die Uni Wien hat generell das Problem, dass die Master-Studien schlecht besucht sind und in Wirklichkeit die meisten nach dem Bachelor aufhören oder ins Ausland gehen.

Dein Verbesserungsvorschlag wäre also zumindest mehr spezialisierte Master-Studien anzubieten?
Entweder mehr spezialisierte Studien, die in eine Berufsausbildung gehen, dann müssten wir aber für jene, die weiter wissenschaftlich arbeiten wollen, einen längeren PhD direkt nach dem Bachelor dranhängen, wie z.B. in den USA einen fünfjährigen, für den aber kein Master erforderlich ist. Es macht keinen Sinn einen Master für europäische Politik machen zu müssen, mit einer Ausbildung in Brüssel, um danach erst den PhD machen zu dürfen. Eine gemeinsame Grundausbildung in einem guten Bachelorstudiengang macht aber Sinn. Hier gibt es auch einige Verbesserungsvorschläge, weil der Bachelor mittlerweile den Ruf hat ein einfaches Studium zu sein und damit entwertet wird. Nach dem Bachelor müsste man sich entscheiden: Will ich in die Wissenschaft gehen, dann muss es eine gute Begleitung in den PhD geben, oder eben in Richtung Berufsausbildung.

Macht es überhaupt Sinn Politikwissenschaften zu studieren?
Meiner Meinung nach schon, wenn man bereit und willens ist, sich zusätzliche Qualifikationen zu besorgen, nicht nur in Lehrveranstaltungen sitzt und nicht nur irgendwie eine Note bekommt. Das Problem ist nicht, dass wir so viele Studierende haben, sondern so wenig Lehrende. Wir haben keine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mehr unter 50 Personen. Wer wirklich etwas mitnehmen will, muss selbst-organisiert viel lesen und mit anderen Studierenden diskutieren. Ich glaube, so kann vom Bachelor-Studium noch einiges herausgeholt werden. Wir haben auch teilweise wirklich gute Lehrende, die sich, bei den derzeitigen Rahmenbedingungen, sehr bemühen. Nicht alle, aber sehr viele.

Stimmst du der Aussage zu, dass es in Österreich wenig Jobaussichten für PolitikwissenschaftlerInnen gibt?
Als PolitikwissenschaftlerInnen ja, aber das heißt nicht, dass wir grundsätzlich wenig Jobs bekommen. Es hat einmal eine kleine Umfrage gegeben bei AbsolventInnen und da schneiden wir gar nicht so schlecht ab. Wir sind UniversalistInnen vom Studium her. Unsere AbsolventInnen landen bei Behörden, bei Parteien, bei NGOs, in den Medien, auch in der Wirtschaft, in unterschiedlichen Bereichen. Jene, die wirklich als PolitikwissenschaftlerInnen in irgendeiner Form wissenschaftlich weiterarbeiten, als Forschende oder/und Lehrende, das sind aber auf Dauer sehr wenige. Es gibt wenige unbefristete Jobs auf Unis, einige wenige auch auf Fachhochschulen. Das Weiterhanteln von einem Forschungsprojekt zum nächsten und von einem Lehrauftrag zum nächsten ist finanziell nicht lukrativ und bedeutet keine soziale Absicherung. Aber das heißt nicht, dass die Jobaussichten nach dem Studium grundsätzlich schlecht sind. Also die meisten von meinen Studis, die ich so begleitet habe, arbeiten halt in unterschiedlichen anderen Stellen, aber nicht in der Wissenschaft.

Was ist in Österreich der Grund dafür, dass es diese klassische Koppelung von Politikberatung und Politikwissenschaft nicht gibt? Es gibt in Österreich doch die lange Tradition von politischen Lagern und PolitikberaterInnen oder PolitikwissenschaftlerInnen im Umfeld von Politik, also bestimmte Interessengruppen, wie Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung, etc.
Also erstens erscheint mir die politische Klasse in Österreich weitgehend beratungsresistent zu sein und dieses Lagerdenken bricht auch ein bisschen auf. Natürlich könnte man sagen, theoretisch sind die alten Bildungsinstitutionen der Parteien, das Renner-Institut, die politische Akademie der ÖVP, etc. auch so etwas wie Think-Tanks der Parteien, in denen so etwas wie Forschung passiert, sind sie aber nur ganz marginal. Zum Großteil sind sie eher Schulungsinstitutionen für PolitikerInnen. Es gibt zwar immer wieder PolitikwissenschaftlerInnen – ich habe auch schon etwas am Renner-Institut gemacht–, aber als Institutionen forschen sie nicht. Hinzukommt das Problem, dass Österreich kein außenpolitisches Interesse mehr hat.

Haben die PolitikwissenschafterInnen vielleicht selbst auch zu wenig getan um sich zu etablieren? In Deutschland gibt es Gemeinschaftskunde mit PolitikwissenschafterInnen als eigenständiges Fach in Schulen. Wäre das nicht auch ein Tätigkeitsfeld für PolitikwissenschafterInnen in Österreich?
Das würde ich definitiv unterschreiben. Wir haben uns selbst in diese Situation begeben. Also dort wo es politische Bildung als eigenständiges Fach gibt, wie an polytechnischen Schulen, ist keinE PolitikwissenschafterIn zu finden. Das sind meistens Geschichte-LehrerInnen. Und auch diese Hefte für Politische Bildung für LehrerInnen werden meist von HistorikerInnen gemacht. Ich hab da letztes Mal einen Beitrag geschrieben, weil da findet man wenig PolitikwissenschafterInnen. Ich glaube das hängt mir der Schule zusammen, nicht mit der Qualität des Politikwissenschaftsstudiums. Die Geschichte war es schon gewohnt Geschichte-LehrerInnen auszubilden. Der Lehrberuf ist ein sehr spezifischer und die Schule ist ein sehr spezifisches Biotop. Wir haben nie LehrerInnen ausgebildet. Auf die Idee, das zu tun und didaktische Überlegungen anzustellen, ist eigentlich fast nie jemand gekommen. Ich weiß es nicht, das müssten wir die fragen, die vor 20 Jahren das Sagen gehabt haben. Mittlerweile ist der Zug abgefahren. Die HistorikerInnen sitzen darauf.

Zu dem Zeitpunkt, wie ich angefangen habe zu lehren, war der Unterricht für Politische Bildung schon von HistorikerInnen besetzt. Die verspätete Etablierung der Politikwissenschaft in Österreich spielt sicher eine Rolle. Während in Deutschland die Politikwissenschaft unmittelbar nach 1945 als Teil der ,re-education‘  eingeführt wurde, dauerte es hier eine ganze Generation länger. Die erste Professur für Philosophie der Politik- und Ideologiekritik hatten wir in Wien erst 1968. Die Österreichische Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) wurde 1970 gegründet. Und erst 1971 wurde Politikwissenschaft zu einer kombinationspflichtigen Studienrichtung. Der Grundsatzerlass Politische Bildung in den Schulen, der kein Unterrichtsfach aber ein Unterrichtsprinzip Politische Bildung etablierte, wurde 1978 beschlossen. Da hatten gerade die ersten PolitikwissenschaftlerInnen ihre Doktorate abgeschlossen. Durch diese Verspätung im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten waren diese Bereiche eben schon weitgehend von HistorikerInnen besetzt, bis sich die Politikwissenschaft wirklich etablieren konnte.

Wenn wir schon vor der eigenen Tür kehren möchten. Die Hauptschuld von uns ist weniger, dass wir das versäumt haben, sondern dass wir bis auf wenige Ausnahmen, uns sehr stark weigern mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Ich bin jemand, der durchaus mit JournalistInnen redet. Ich komme immer wieder in den Medien vor, z.B. früher im Club 2 [ehemalige ORF-Diskussionssendung]. Aber ich habe daraufhin eher negative als positive Reaktionen von KollegInnen bekommen. „Der Schmidinger gibt sich wieder her für so ein populärwissenschaftliches Zeug.“ „Er setzt sich wieder in Szene.“ Es war eher karrierehemmend als karriereförderlich. Das ist auf einer amerikanischen Uni ganz anders. Dort gilt ,outreach‘ als etwas, das auch zur Wissenschaft dazugehört, wie Kommentare in Zeitungen und Peer-Review-Journals. Das gehört dort zum Job-Profil. Hier ist das eher suspekt. Deswegen tun es auch die meisten nicht, abgesehen davon, dass es Zeit kostet und bei Anträgen nichts gilt. 

Kommen wir zu deinem eigenen Forschungsgebiet.  Befindet sich der Minderheitenschutz in Europa in der Krise oder hat sich unter dem Eindruck der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa die Situation von Minderheiten verschlechtert?
Minderheitenschutz ist ja auch ein zweischneidiges Schwert: Was schütze ich und warum? Schütze ich irgendwelche Folklore, kollektive oder halluzinierte kollektive Identitäten, deren Folklore ich schütze. Die sorbischen Volkstänze? Oder geht es um Menschenrechte, die auch kollektiv ausgeübt werden können, wie Sprachrechte? Im Fall von Kärnten: Geht es darum, dass in bestimmten Gebieten Zweisprachigkeit gefördert wird? Oder geht es darum ein ethnisches SlowenInnentum zu schützen? Aber ja, das Problem hat sich sicher in der Wirtschaftskrise verschärft und zwar vor allem für Minderheiten, wo Ethnizität und Sprache mit sozialem Status zusammenkommen. Ganz besonders bei den Roma und zwar in ganz Europa in unterschiedlichem Ausmaß. Antiziganismus ist überall im Anwachsen: Wenn man sich die Räumung von Roma-Lagern in Frankreich anschaut, den teilweise schon tödlichen Antiziganismus in Ungarn. Das ist ganz sicher ein massives Problem, das sich auch durch die Wirtschaftskrise, und wie damit umgegangen worden ist, verschärft hat. Ich würde aber auch den antimuslimischen Rassismus in diesem Kontext sehen und vor allem in den Ländern, in denen Muslime einen großen Teil der unteren Schichten der Arbeiterklasse darstellen. Es ist kein Zufall, dass diese antimuslimischen Ressentiments gerade in jenen Ländern (Österreich, Deutschland und Frankreich) stark sind, wo die Mehrheit der Muslime die Nachkommen dieser GastarbeiterInnen und ArbeitsmigrantInnen sind und wo diese Menschen eher den ärmeren Teil der Bevölkerung stellen. In Frankreich nicht nur ArbeitsmigrantInnen, sondern auch einfach Menschen aus den ehemaligen Kolonien.

Wir würden noch gerne mit dir über die Türkei sprechen. Es gibt dort ja derzeit mehrere Konflikte, beispielsweise zwischen der Gülen-Bewegung und der AKP von Ministerpräsident Erdogan …
Es gibt eine Spaltung in der ehemals vereinten, aber nie ganz homogenen Hauptströmung des politischen Islam in der Türkei. Die Gülen-Bewegung war eine wesentliche Stütze von Erdogan, ist jetzt aber davon abgegangen und versucht nun Erdogan zu stürzen. Das wird nicht von heute auf morgen passieren, aber ich vermute, dass das Konzept der Gülen-Bewegung nachhaltiger ist als jenes der AKP. Vor allem deswegen, weil es gelungen ist mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen (Universitäten, Forschungseinrichtungen, usw.) eine zukünftige Elite aufzubauen. Das ist sicher nachhaltiger, als das sehr autokratische ,System Erdogan‘, das sehr stark an seiner Person hängt. Solange seine Person so dominant ist, wird er das System aufrecht erhalten können, aber die Gülen-Bewegung ist organisatorisch sicher stärker.

Teilst du die Einschätzung, dass Erdogan den Moment verpasst habe, wo er mit seinen Medienmanipulationen und der Beugung der Justiz eine breite Opposition gegen die Gülen-Bewegung hätte schaffen können?
Das wird er nicht mehr schaffen. Nach den Gezi-Protesten hat er sich einfach zu sehr isoliert. Theoretisch wäre noch denkbar, dass ihm der große Coup mit den KurdInnen gelingt, aber das scheint nicht mehr der Fall zu sein. Mit der Kollaboration der türkischen Regierung mit dem so genannten Islamischen Staat in Syrien ist diese Option wohl gestorben. Wahrscheinlicher ist heute eine Rückkehr zum Krieg mit der PKK .

Inwiefern hat die Türkei noch eine europäische Perspektive?
Das hängt sehr stark von der Europäischen Union ab. Die Frage ist, wie weit die EU die Türkei jemals wollte und will. Und wie weit die Türkei jetzt noch in die EU will, weil wirtschaftlich geht es der Türkei wesentlich besser als der EU. Ich fürchte, dass auch hier das Momentum verpasst worden ist.

Hängt der stockende Beitrittsprozess auch mit der innenpolitischen Isolation von Erdogan zusammen?
Was der Beitrittsprozess widerspiegelt, ist vor allem die Persönlichkeit von Erdogan. Der autokratische Zug. Er sagt nonchalant: „Na dann gehen wir unseren Weg allein.“ Aber dass er sich das überhaupt wirtschaftlich leisten kann, liegt auch an der Schwäche der Europäischen Union.

Die EU hat für die Linke in der Türkei einerseits einen positiven Anreiz durch Menschenrechts- und Demokratiestandards, wirkt aber andererseits mit ihrem disziplinierenden Neoliberalismus auch abschreckend.
Ja, klar, es ist zwiespältig. Wobei eine geeinte Linke in der Türkei ja nicht existiert. Es gibt eine Spaltung zwischen der kurdischen und der türkischen Linken und auch innerhalb der türkischen Linken, zwischen kemalistischen und etatistischen Kräften und eher anti-kemalistischen Kräften.

Wo ordnest du hier die neue Partei ein, die sich nach den Gezi-Park-Protesten gegründet hat?
Diese neue Partei nehme ich politisch nicht so ernst. Ich glaube nicht, dass es das große Erfolgsprojekt wird. Es ist eher ein linksliberales Projekt und politisch eher bei den Grünen zu finden, vielleicht ein bisschen links davon. Aber was sich bei Gezi abgespielt hat, war ein Zusammenkommen sehr unterschiedlicher Kräfte, die sich so noch nie politisch begegnet sind und das ist durchaus interessant. Es kann noch etwas Größeres entstehen, aber das ist sicher nicht nur die Gezi-Partei. Was mir aber fehlt in der türkischen Politik ist eine linksliberale Kraft, die auch für TürkInnen wählbar und die nicht kemalistisch ist.

Aber es gibt keine Perspektive im Sinne eines Parteienbündnisses, wie z.B. Syriza in Griechenland, wo sich ja auch unter dem Eindruck der übermächtigen Großparteien mehrere linke Parteien zusammengeschlossen haben?
Ich sehe die Möglichkeit bisher organisatorisch nicht. Meine FreundInnen in Istanbul wären für genau so etwas. Das sind aber alle Intellektuelle, feministische Linke, die vor allem an Unis sitzen, teilweise in sozialen Bewegungen drin sind. Aber dieses Milieu ist schon sehr stark auf Istanbul beschränkt, vielleicht auch noch in Ankara und Izmir, aber das war es. Und das wird nicht ausreichen. Aber es tut sich etwas Neues und die Frage ist, ob sich das ausbreiten kann. Wenn in der Türkei der wirtschaftliche Aufschwung zusammenbrechen sollte, dann kann sich etwas ändern. Es gibt ja WirtschaftswissenschaftlerInnen, die sagen, dass eine gewisse Blase da ist – dann können sich neue Koalitionen ergeben. Was ich ja interessant finde, sind diese antikapitalistischen muslimischen Gruppen. Es gibt in Istanbul Gruppen wie ,Antikapitalist Müslümanlar‘ oder ,Anarchist Müselmanla‘. Die Facebook-Seiten von denen sind interessant. Da steht die erste Zeile des Glaubensbekenntnis: „Es gibt keinen Gott, außer Gott, usw.“. Und dann steht auch: „Und daher darf auch kein Mensch über einen anderen Menschen herrschen“. Und das hat es vor den Protesten noch nicht gegeben. Dass es plötzlich Diskussionen zwischen gläubigen MuslimInnen mit AnarchistInnen gibt. Oder, dass muslimische AntikapitalistInnen auf Erster-Mai-Demos vom marxistischen Club mitgehen. Das ist interessant.

Aber beschränkt sich diese Politisierung wieder nur auf die bildungsnahen Schichten?
Nein, nicht nur und zwar gerade diese islamischen Gruppen sind teilweise schon auch in den Armenvierteln verankert. Die kurdischen Unterschichten waren immer politisiert. Die Frage ist nur: Gibt es Momente, wo sie sich wieder begegnen und organisieren können? Das sehe ich im Moment aufgrund der wirtschaftlichen Erfolge der Türkei noch nicht ausreichend gegeben, aber das kann sich ändern.

Heft # 35|2014 als pdf

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